DEIN HUND FOLGT NICHT? Intuitive Energiearbeit beim Hund – Teil1

Vorweg: ich bin keine Hundetrainerin und möchte auch niemanden persönlich kritisieren. (Hundeerziehung ist ja ein ähnlich heikles Thema wie Kindererziehung…)

Als langjährige Hundehalterin zweier Hunde begegnet mir doch relativ häufig folgende Situation (so, oder so ähnlich):

Hundehalter/in: „Fiffi komm her, hier, komm jetzt sofort her, hierher, Sitz, Platz, …ich hab gesagt, du sollst sofort hier herkommen!“ (…Hund interessiert sich nicht…)

Zu mir dann: „Der Hund hört einfach nicht, wir hatten schon 2 Hundetrainer! Die kriegen den Hund auch nicht hin, der ist halt schwierig! Ich hab schon ALLES probiert…“ (…Hund wird an Leine weitergezerrt…)

Kennst du diese oder ähnliche Situationen auch?

Ab und an erlaube ich mir dann eine vorsichtige Bemerkung, dass es vielleicht nicht nur an Fiffi liegt…

Wer ist der Chef?

Ganz häufig nehme ich dabei wahr, dass weder Hund noch Mensch ihre „richtigen“ Positionen einnehmen. Der Mensch sollte die Führung haben und dem Hund dadurch die Sicherheit geben, folgen zu können. Diese Rollen sind aber ganz oft nicht richtig definiert. Wenn der Mensch nicht die Führungsrolle übernimmt, merkt der Hund, dass diese Position vakant ist und versucht, sie selbst zu übernehmen, denn das Rudel braucht eine Führung. Das wiederum möchte der Mensch nicht und so entstehen viel Missverständnisse auf Grund eines Führungsvakuums. Oft ist der Mensch auch nicht klar in seiner Körpersprache, so dass der Hund die Signale nicht lesen kann. Und nebenbei ist auch nicht jeder Hund dafür geeignet, die Führungsposition zu übernehmen.

Mit der folgenden Übung erfährst du, wie die Führungspositionen bei dir verteilt sind und bekommst eine ganz einfache Möglichkeit an die Hand, die Rollenverteilung zu optimieren.

Übung:

Nimm dir zu Hause in entspannter Atmosphäre ca 10 Minuten Zeit, in der du ungestört bist. Es ist nicht nötig, dass dein Hund dabei ist.

Setze dich bequem hin, deine Füße sind auf dem Boden. Schließe deine Augen und nimm ein paar tiefe Atemzüge, verlagere deine Aufmerksamkeit dabei immer mehr nach innen.

Nun stell dir mit geschlossenen Augen eine Bühne vor, wie im Theater oder im Kino. Du sitzt im Zuschauerraum und hast eine gute Sicht auf die Bühne. Vielleicht bekommst du ein ganz klares Bild, vielleicht auch nur eine vage Ahnung oder ein Gefühl. Das ist völlig ausreichend.

Nun bittest du in Gedanken deinen Hund, sich auf die Bühne zu begeben. Nimm ihn einfach einmal wahr – als Bild, als Ahnung oder als Gefühl.

Als nächsten Schritt stellst du dich auch mit auf die Bühne. Gleichzeitig beobachtest du das Geschehen auf der Bühne vom Zuschauerraum aus.

Jetzt beobachte einmal, wie sich dir die gesamte Situation darstellt. Wo stehst du? Wo befindet sich dein Hund? Wie groß bist du? Wie groß ist dein Hund? Wie fühlst du dich auf der Bühne? Gibt es Interaktionen zwischen euch? Wer hat das Sagen? Spürst du Unsicherheiten? Was nimmst du sonst noch wahr?

Was würdest du gerne ändern ändern? Was fühlt sich nicht stimmig an? Fehlt etwas? Gibt es etwas, was zu viel da ist? Wie müsste sich die Situation ändern, damit beide zufrieden sind?

Benutze nun deine Fantasie und ändere das Bild auf der Bühne solange, bis es für dich stimmig ist. Bitte in Gedanken darum, dass alle Veränderungen zum Wohle aller geschehen sollen. Erschaffe das Bild, die Situation so, wie es sich für dich gut anfühlt. Vielleicht ändert sich das Bild auch ohne dein Zutun, dann beobachte einfach, was geschieht. Achte dabei auch auf deine körperlichen Empfindungen. Wann fühlst du dich wohl? Alle Veränderungen, die du auf geistiger Ebene vornimmst, werden ihre Auswirkung auf der physischen Ebene haben!

Wenn es sich für dich stimmig anfühlt, nimm wieder 1 bis 2 tiefe Atemzüge und öffne die Augen.

Du hast gerade eine kleine Intuitive Energiearbeit mit deinem Hund praktiziert!

Auf diese Art und Weise kannst du immer wieder einmal überprüfen, wie die Rollenverteilung im „Rudel“ ist. Veränderst du etwas an deinen inneren Bildern, wird sich das im alltäglichen Umgang mit deinem Hund widerspiegeln. Veränderung braucht manchmal ein wenig Zeit, du kannst diese Übung ruhig öfter wiederholen.

Ach ja, …Gehorsamsübungen ersetzt diese Art der Energiearbeit nicht! Sitz – Platz – Fuß lernt dein Hund auch weiterhin durch Üben…

Interessierst du dich für die Ausbildung “Intuitive Energiearbeit”?

Hier gibt’s Infos: www.intuitive-energiearbeit.com

In der nächsten Woche erfährst du, wie die Intuitive Energiearbeit deinen Hund bei körperlichen Symptomen unterstützen kann.

Intuitive Energiearbeit bei Tieren – Teil 2

Körperliche Symptome beim Hund